Der Gelbe Sack im Bezirk Ried ist nun fast ein halbes Jahr alt – Grund genug für den Bezirksabfallverband, sich beim Entsorger und den Gemeinden umzuhören, wie es läuft.
Bei der Fahrerbesprechung der Fa. Katzlberger in Mettmach am 12. Juni herrscht gute Stimmung. Die Abfallberaterinnen des BAV Ried wollen von den Fahrern wissen, wie die Gelbe-Sack-Sammlung aus ihrer Sicht läuft. Alle sind sich einig: Die Einführung des Gelben Sacks im Bezirk Ried hat sehr gut funktioniert, und auch die Sammelqualität ist größtenteils gut.
Natürlich gibt es auch Verbesserungspotential.
Florian Ornetsmüller holt in 17 Gemeinden die Gelben Säcke ab. „Ganz wichtig ist, dass die Leute die Gelben Säcke gut befüllen und auch das Zubinden nicht vergessen“, meint er. „Dann bitte die Gelben Säcke gut sichtbar am öffentlichen Grund bereitstellen, aber nicht anbinden! Ein Mann hat es gut gemeint und mir sogar eine Zange hingehängt, damit ich die Schnur durchschneiden kann – da würde ich für meine Tour aber doppelt so lange brauchen, wenn das mehr Leuten einfällt.“

Gute Zeitplanung verhindert Ärger
Immer wieder kommt es vor, dass Leute den Fahrern mit ihren Gelben Säcken nachlaufen oder ihnen sogar mit dem Auto hinterherfahren. Das muss nicht sein: Wenn der Sack rechtzeitig bereitgestellt wird – frühestens am Vorabend oder spätestens um 6 Uhr am Tag der Abholung – erspart man sich den Stress.
Richtiger Umgang mit Gelben Säcken
In den Gelben Sack gehören ausschließlich Verpackungen aus Kunststoff, Verbundstoff und Metall - keinesfalls jedoch Restmüll, Altkleider oder Ähnliches!
Der Bezirksabfallverband Ried kauft die Gelben Säcke an und gibt sie
nach dem Grundsatz der Sparsamkeit / Wirtschaftlichkeit über die
ASZ und Gemeinden aus.
Werden die Gelben Säcke für andere Zwecke missbraucht, wirkt sich das negativ auf die Müllgebühren der Gemeinden aus.
Helga Hillinger vom BAV Ried: „Wir appellieren an die Vernunft und das Gewissen unserer Bürgerinnen und Bürger. Bitte horten Sie keine Gelben
Säcke zu Hause, verwenden Sie sie ausschließlich zur Verpackungssammlung und befüllen Sie sie gut!“

Folgende Leicht- und Metallverpackungen kann und soll man neben rund 80 weiteren Abfallarten auch weiterhin ins ASZ bringen:
Styropor, Eimer & Kanister, PE-Folien („weiche Folien“), Getränkekartons (Tetrapack…), Metallverpackungen (Dosen, Folien...).
Die damit erzielten Erlöse der kommunalen Abfallwirtschaft kommen jedem Einzelnen zugute und kompensieren die Preise für kostenintensive ASZ-Fraktionen wie zum Beispiel Problemstoffe, Bauschutt oder Sperrmüll.